Förderung lokaler Wirtschaft - zwecklos oder zukunftsweisend?
Die STEG veranstaltet am 8. November eine Fachtagung zur lokalen Wirtschaftsförderung in der Stadterneuerung. Anhand von Beispielprojekten und Erfahrungsberichten wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich die Erneuerung benachteiligter Stadtteile mit der Stärkung lokaler Ökonomien verknüpfen lässt.
Der Trend: Lokale Strategien bekommen zunehmende Relevanz
Die Wirtschaftsförderung vieler Städte und Bundesländer besteht vorwiegend aus der Bereitstellung von Gewerbeflächen, Infrastruktur und Investitionsanreizen. Zugleich wirkt sich die Globalisierung der Wirtschaft auch stark auf die regionalen ökonomischen Strukturen aus. Vor diesem Hintergrund spielen lokal verankerte Unternehmen für ihren Stadtteil eine ganz besondere Rolle: Kleine Quartiersbetriebe mit ihrer Arbeitsplatzintensität und Beschäftigungswirkung sind häufig fest im Viertel verwurzelt, sie stärken den lokalen Arbeitsmarkt und steigern die Versorgungsqualität. Einer großräumigen Ansiedlungspolitik muss daher eine stadtteilbezogene Wirtschaftsförderung zur Seite gestellt werden.
Rolle der Kommunen: Mit der Förderung lokaler Wirtschaft benachteiligte Quartiere stärken
Die Kommunen können sich mit der Förderung lokaler Wirtschaft einer Strategie bedienen, das helfen kann, benachteiligte Stadtteile zu stabilisieren und zu stärken. Das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt" z. B. beinhaltet deshalb auch Möglichkeiten, den Stadtteil als Unternehmensstandort zu stärken und so einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Beschäftigungspolitik zu leisten. Obwohl lokale Wirtschaftsförderung die übergeordneten Strategien in der Regel sinnvoll ergänzen kann, steht eine programmatische Umsetzung in den allermeisten Kommunen noch aus. In Hamburg beispielsweise wird eine stadtteilorientierte Wirtschaftsförderung nur in Ansätzen betrieben.
Beispiele aus der Praxis: Von anderen lernen
Strategien zur Förderung der lokalen Wirtschaft sind nicht neu: In Deutschland können einzelne Projekte bereits auf weitreichende Erfahrungen zurückblicken. Bei unserem Fachforum nehmen wir die bisherige Praxis unter die Lupe: Welcher Ansatz wurde beispielsweise beim Nachhaltigkeitszentrum Ö" in Hamburg-Altona verfolgt? Welche wirtschaftliche Rolle spielt das Unternehmen FC St. Pauli für den Hamburger Stadtteil St. Pauli? Wie sehen die ersten Erfahrungen beim Bund-Länder-Programm Soziale Stadt" im Bereich lokaler Wirtschaftsförderung aus? Und was für Erfahrungen kann die STEG Hamburg vorweisen?
Das Forum Stadterneuerung 2001 der STEG
Mit unserer Fachtagung gehen wir der Frage nach, wie sich die Erneuerung benachteiligter Stadtteile mit einer Stärkung lokaler Ökonomien verknüpfen lässt: Welche Ansätze gibt es und wie sind die bisherigen Erfahrungen? Die Diskussion soll dabei konsequent anhand praktischer Beispiele und Erfahrungsberichte geführt werden, um die tatsächliche Relevanz lokaler Wirtschaftsförderung beurteilen zu können.
Wir werden
Wann und wo?
Am 8. November 2001 ab 9.00 Uhr im Großen Saal des AGMA-Kulturhauses, Gefionstraße 3, Hamburg-Altona (S-Bahnhof Holstenstraße).
Anmeldung bitte per eMail an sabine.biermann@steg-hh.de.
Der Teilnahmebeitrag beträgt pro Person 30 Mark, Anmeldeschluss ist Freitag, der 12. Oktober 2001. Sie erhalten ein schriftliche Anmeldebestätigung.
Die 150 Teilnahmeplätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Kurzentschlossene können sich auch an der Tageskasse anmelden, bei Überbuchung haben jedoch schriftliche Anmeldungen Vorrang.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Sabine Biermann, Telefon +49 (0)40/431393-63, oder Stefan Kreutz, Telefon +49 (0)40/431393-24.