Pressetext:
Hamburg entdeckt seine großen Inseln im Herzen der Stadt
Am Samstag, 23. März 2002 ab 14 Uhr ist es soweit: Die Ergebnisse von Hamburgs 1. Zukunftskonferenz werden im Bürgerhaus Wilhelmsburg präsentiert und diskutiert.
Seit Mai 2001 wurde in sieben Arbeitsgruppen an einer zukunftsfähigen, ökonomisch, sozial und ökologisch freundlichen Entwicklung von Europas größter Flussinsel gearbeitet. Der Titel "Inseln im Fluss" weist darauf hin: die Arbeitsgruppen haben sich den gesamten Raum zwischen Norder- und Süderelbe vorgenommen. Sie haben ihr Arbeitsgebiet anhand sozial- und wirtschaftsgeographischer Grenzen definiert. Eine Orientierung an den engen Verwaltungsgrenzen wird der Situation Wilhelmsburgs nicht gerecht. Im Gegenteil: die bestehenden Verwaltungsgrenzen sind als Teil der derzeitigen Problemlage identifiziert worden.
Das Besondere war, dass sich zahlreiche ehrenamtlich tätige Bürger/innen aus Wilhelmsburg gemeinsam mit Vertreter/innen der Fachbehörden dieser anspruchsvollen Aufgabe gestellt haben.
Ihre Arbeitsergebnisse werden in einem mehr als 200seitigen Weißbuch dokumentiert, das offiziell an diesem Tag der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Das Weißbuch enthält eine Fülle von Vorschlägen; sowohl kurzfristige Maßnahmen, als auch langfristige strategische Entscheidungen, die notwendig sind, um Hamburgs Elbinseln aus dem Abseits in das Zentrum einer pulsierenden, dynamischen Metropole zu führen.
Das Weißbuch der Zukunftskonferenz wurde im Februar 2002 fertig gestellt, dem Monat, in dem Wilhelmsburg der verheerenden Flut vor 40 Jahren am 16./17. Februar 1962 gedacht hat. Über 200 Wilhelmsburger/innen verloren damals ihr Leben. Nie wurde die Verletzlichkeit der Insel im Fluss so deutlich wie damals. Von diesem Trauma und der darauf folgenden jahrelangen Planungsunsicherheit hat sich Wilhelmsburg bis heute nicht restlos erholt. Hinter den neuen, stabileren Deichen entstand aber auch eine Schicksalsgemeinschaft, die Wilhelmsburg als Wohnstandort immer wieder verteidigt hat. Dies ist das Fundament, auf dem unsere Zukunftsfreude gründet.
Die vergangenen Monate waren erst der Anfang. Auch die weitere Konkretisierung und vor allem die Umsetzung sind nur gemeinsam möglich; sie können nur gelingen, wenn die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer neu gewonnenen Fachkompetenz und die Fachbehörden mit ihrer neuen Basiskompetenz weiter zusammenwirken. Wir bleiben in der Verantwortung, wir werden aktiv bei der Umsetzung mitwirken und weiter konstruktiv für eine zukunftsfähige, lebens- und liebenswerte Insel arbeiten.
Ablauf der Veranstaltung am Samstag, 23. März 2002:
14 Uhr: Kurzpräsentationen der Arbeitsgruppen, Vorstellung des "Weissbuches"
15 Uhr: AG Präsentationen, Ausstellung und Videoprojektionen, musikalische Darbietungen
17 Uhr: Diskussion der Ergebnisse mit Politikerinnen und Politikern der Hamburgischen Bürgerschaft
19 Uhr: Bewertung und Schlußwort durch den Senator für Bau und Verkehr, Herrn Mario Mettbach, Programmatischer Ausblick
Es gibt Kaffee und Kuchen und der Eintritt ist frei. Das Bürgerhaus liegt nur 800 Meter neben der S-Bahn-Station Wilhelmsburg (S 3 / S 31).
Bei der Auftaktveranstaltung waren mehr als 350 BürgerInnen und Fachleute anwesend. Diesmal erwarten wir mindestens die gleiche Zahl.
Sollten Sie vorab Bildmaterial inkl. Kurztexte oder eine Zusammenfassung
der Ergebnisse wünschen, so wenden Sie sich bitte an
Mathias Lintl
(lintl@infosociety.de) oder
Manuel Humburg
(manuel.humburg@worldonline.de).
Während der Veranstaltung stehen sie ihnen am Infopoint Presse oder unter 0171-1958949 zur Verfügung.
Weitere Informationen sind in Kürze unter www.insel-im-fluss.de zu finden.