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soziale stadt - bundestransferstelle

Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit
besonderem Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt"

 

Rheinland-Pfalz: Ludwigshafen, Westend


Balkonprogramm


hochZentral(e) Handlungsfeld(er)

Inhaltliche Handlungsfelder:Wohnungsmarkt und Wohnungsbewirtschaftung

Der Schwerpunkt liegt im inhaltlichen Handlungsfeld.

hochProjektbeschreibung

I. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG, in deren Besitz sich rund 30% aller Wohnungen im Quartier befinden, ist ein wichtiger Partner bei der Umsetzung des Programms Soziale Stadt in Ludwigshafen Westend. Neben dem kontinuierlichen Beratungsangebot für die Bewohner in Form einer Sprechstunde im Bürgerbüro sollen umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen an GAG-eigenen Gebäuden durchgeführt werden. Der Gedanke der Bürgerbeteiligung wird von der GAG voll mitgetragen und im Hinblick auf eine sozialverträgliche Modernisierung des Quartiers konsequent berücksichtigt.

II. Mit dem "Balkonprogramm" soll durch den Anbau von modernen Balkonen in Stahl- oder Aluminiumkonstruktion an nahezu allen GAG-Gebäuden eine schnelle und spürbare Verbesserung der Wohnqualität erreicht werden. Das Vorhaben wurde erstmals bei der Einwohnerversammlung im Mai 2000 vorgestellt; im Anschluss daran sind alle vom ersten Bauabschnitt betroffenen Hausgemeinschaften nochmals über die Abwicklung der Maßnahme im Detail informiert worden. Ab dem 27. Oktober 2000 konnte ein Musterbalkon, der gegenüber dem Bürgerbüro aufgestellt wurde, besichtigt werden. Mehrere Varianten für Belag und Geländer standen zur Ansicht. Die betroffenen Mieter konnten sich mit allen Fragen und Anregungen an die GAG wenden. Mit einem Rundschreiben wollte man außerdem eine verbindliche Rückmeldung erhalten, ob die Mehrzahl der Mieter sich für einen Balkon entscheidet. Wenn in Einzelfällen Personen mit der Maßnahme, die eine gestaffelte Mieterhöhung von bis zu zwei mal 0,60 DM* je Quadratmeter Wohnfläche der Wohnung mit sich bringen kann, nicht einverstanden sind, wird trotzdem gebaut, aber von der betreffenden Wohnung kein Zugang zu dem Balkon hergestellt.

III. Auf die Befragung durch die GAG hin gingen zahlreiche Reaktionen zur Konzeption der Balkone ein. Auf Wunsch der betroffenen Mieter werden die Balkone, die ursprünglich auf der Südseite zur Straße hin angebracht werden sollten, nun auf der Nordseite in Richtung der Innenhöfe gebaut. An diesem Beispiel wird u.E. sehr schön deutlich, wie wichtig es ist, Beteiligungsverfahren an konkreten Projekten festzumachen, die für die Betroffenen möglichst kurzfristig sichtbare Ergebnisse zutage fördern.

IV. In dem Quartier Ludwigshafen-Westend bildet die Verbesserung des Wohnumfeldes sowie die Wohnraumsanierung einen ganz wesentlichen Schwerpunkt des Programms Soziale Stadt. Wie aus der vorbereitenden städtebaulichen Untersuchung hervorging, sind im Westend teilweise erhebliche Defizite in der Wohnqualität (wie etwa zu kleine Grundrisse bzw. ungünstige Wohnungsaufteilung, fehlende Außenflächen) festzustellen. Auch bei den Einwohnerversammlungen wurde dieses Ergebnis durch die subjektiven Einschätzungen der Bewohner bestätigt. Die Entwicklung des Quartiers wird daher vermutlich in entscheidendem Maße (auch) davon abhängen, wie die ungünstigen Wohnverhältnisse für die Quartierbevölkerung verbessert werden können, um die hohe Fluktuation zu bremsen. Ebenso ist man bemüht, das Quartier für andere Bevölkerungsgruppen attraktiver zu machen. Die Ausstattung von Wohnungen mit Balkonen stellt insofern eine an der Ausgangslage und dem Bedarf orientierte Intervention dar. Vor diesem Hintergrund ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG, in deren Besitz sich mehr als 30% aller Wohnungen im Quartier befinden, ein wichtiger Kooperationspartner im Programm Soziale Stadt. Die GAG nimmt regelmäßig an Arbeitsgruppensitzungen "Soziale Stadt" teil; ihre Sanierungsmaßnahmen stellen einen wesentlichen Baustein im Gesamtansatz des Programms Soziale Stadt im Westend dar. Außerdem hat sich die GAG bereit erklärt, regelmäßig eine Sprechstunde in den Räumen des Bürgerbüros anzubieten, bei der die Bewohner über die geplanten Maßnahmen informiert und in Wohnungsfragen beraten werden. Auch informiert das Quartiersmanagement im Bürgerbüro interessierte Bewohner über alle von der GAG geplanten Maßnahmen im Wohnungsbereich.

(* 0,60 DM im ersten Jahr, 1,20 DM ab dem zweiten Jahr)

hochZielgruppe

Bewohnerinnen / Bewohner

 

hochGenderaspekt

nein

hochFinanzierung

Mittel der Wohnungsbauunternehmen

 

hochProjektträger

  • GAG Aktiengesellschaft für Wohnungs-, Gewerbe- und Städtebau

hochProjektbeteiligte

  • GAG
  • Quartiermanagement

hochLaufend seit

5/2000

hochVoraussichtliches Projektende

12/2003

 

hochLiteraturhinweise / Zeitungsartikel / Websites

  • "Das Balkonprogramm im Westend", in: Stadtverwaltung Ludwigshafen (Hrsg.): "Im Westend zu Haus", Ausgabe 1/August 2000, S.6.
  • "Mehr Wohnqualität", in: Stadtverwaltung Ludwigshafen (Hrsg.): "Im Westend zu Haus", Ausgabe 3/Dezember 2000, S.3.
  • "Es lohnt sich doch ...", in: Stadtverwaltung Ludwigshafen (Hrsg.): "Im Westend zu Haus", Ausgabe 2/Mai 2001, S.5.

hochAnsprechpartner

Projektebene Gebietsebene Kommunalebene
Herr  Klaus Halm
GAG Aktiengesellschaft für Wohnungs-, Gewerbe- und Städtebau
Wittelsbachstrasse 32
67061 Ludwigshafen am Rhein
Telefon: +49 (0)621/5604137
Telefax: +49 (0)621/5604132
E-mail: Klaus.Halm@gag-ludwigshafen.de
WWW: www.gag-ludwigshafen.de

Quartiersmanagerin
Frau  Julia Horn
Bürgerbüro Westendtreff
Westendstr. 22
67059 Ludwigshafen am Rhein
Telefon: +49 (0)621/6290186
Telefax: +49 (0)621/6290197
E-mail: Julia.Horn@ludwigshafen.de

Bereichsleiterin Steuerung
Frau  Beate Steeg
Stadtverwaltung Ludwigshafen a.Rh.
Dezernat für Soziales, Integration und Sport
Stadthaus Nord, Europaplatz 1
67063 Ludwigshafen am Rhein
Telefon: +49 (0)621/504-2027
Telefax: +49 (0)621/504-3633
E-mail: beate.steeg@ludwigshafen.de

Stand: 22.05.2001

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