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soziale stadt - bundestransferstelle


Partnerprogramme


Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)

Mit dem ESF-Bundesprogramm BIWAQ gewährt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Zuwendungen für Projekte in den Programmgebieten des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt", die die Qualifikation und soziale Situation der Bewohner und damit auch ihre Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Gefördert werden Projekte, die dem integrierten Programmansatz des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" Rechnung tragen und bei denen die Handlungsfelder Bildung, Beschäftigung, soziale Integration und Teilhabe der Bewohner sowie die Wertschöpfung im Quartier im Vordergrund stehen.

Für die Umsetzung des ESF-Bundesprogramms BIWAQ stehen bis 2015 insgesamt 184 Mio. Euro Fördermittel – davon 124 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds – zur Verfügung. Die Umsetzung erfolgt in zwei Förderrunden. Projektvorschläge für die erste Förderrunde (2008-2012) konnten bis zum 26. Mai 2008 eingereicht werden. Das Interessenbekundungsverfahren wurde Ende August 2008 abgeschlossen. Von den rund 500 eingereichten Projektvorschlägen wurden rund 140 Projekte ausgewählt. In der ersten Förderrunde ab 2008 konnten nur Vorhaben für Programmgebiete der "Sozialen Stadt" eingereicht werden, die bis einschließlich Programmjahr 2007 im Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" gefördert wurden.

Die zweite Förderrunde wurde im Dezember 2010 gestartet. Von 2011 bis 2014 stehen insgesamt 83 Millionen Euro für Projekte in den Städten und Gemeinden bereit, die zur Integration beitragen. Die EU steuert rund 56 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds bei, 27 Millionen kommen vom Bund. Durch die Verzahnung von städtebaulichen Investitionen und arbeitsmarktpolitischen Projekten soll der soziale Zusammenhalt in den Quartieren gestärkt und zu einer Verbesserung des Lebens- und Wohnumfeldes beigetragen werden. Im Mittelpunkt stehen junge Erwachsene, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund. Neu ist in dieser Förderrunde, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im gemeinnützigen Bereich als eigenständiges Handlungsfeld "Quartiersarbeit" förderfähig ist. Damit können auch Projekte gefördert werden, die zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Voraussetzung ist, dass dadurch gleichzeitig stadtentwicklungspolitische Ziele unterstützt werden, die Projekte also in Gebieten der Städtebauförderung liegen.

Städte, Gemeinden und Gebietskörperschaften konnten sich ebenso um Förderung bewerben wie Unternehmen, Schulen, Vereine und Bildungsträger. Projektvorschläge konnten bis zum 9. Februar 2011 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eingereicht werden.

Das ESF-Bundesprogramm BIWAQ entwickelt in diesem Sinne den Förderansatz des 2007 aufgelegten ESF-Sonderprogramms "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort" fort.


STÄRKEN vor Ort
(Nachfolgeprogramm von "Lokales Kapital für soziale Zwecke")

Ende 2008 wurde im Rahmen der Initiative "Jugend und Chancen - Integration fördern" das Programm "STÄRKEN vor Ort" als Nachfolger des ESF-Programms "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) gestartet. Die enge Anbindung an die Förderkulisse der Sozialen Stadt wurde für das neue Programm "STÄRKEN vor Ort" in weiten Teilen aufgegeben. Neben der Unterstützung von Stadtteilen wird nun auch die Förderung in der Fläche (Landkreise) möglich. Im Zielgebiet "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" bleibt es aber der Stadtteilförderung.

Mit dem Programm "STÄRKEN vor Ort" soll die soziale, schulische und berufliche Integration von jungen Menschen mit schlechteren Startchancen sowie von Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben verbessert werden.

Die Programmumsetzung erfolgt ebenso wie bei LOS dezentral in den ausgewählten Fördergebieten durch lokale Koordinierungsstellen. Die Mikroprojekte werden vor Ort durch einen Begleitausschuss ausgewählt, in dem sich alle relevanten Akteure sowie die Bewohnerinnen und Bewohner und die Adressaten des Programms engagieren sollen. Grundlage der Förderentscheidung ist der Lokale Aktionsplan, den alle Beteiligten zur Förderung der Adressaten erarbeiten und umsetzen.

Für das Programm STÄRKEN vor Ort des BMFSFJ ist für den Zeitraum von März 2009 bis Dezember 2011 ein Fördervolumen in Höhe von fast 99 Mio. Euro vorgesehen. Die beteiligten Kommunen und Landkreise haben eine Kofinanzierung in Höhe von 15 Prozent zu erbringen. Bislang wurden bundesweit 277 Fördergebiete zur Förderung ausgewählt, die im März 2009 mit der konkreten Umsetzung der Lokalen Aktionspläne gestartet sind.


Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort (ausgelaufen)

Mit dem gemeinsam von Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in der Programmlinie XENOS im Dezember 2006 aufgelegten ESF-Sonderprogramm "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort" wurden Maßnahmen zur Beschäftigung, Bildung und Qualifizierung von Jugendlichen – insbesondere solchen mit Migrationshintergrund – und Langzeitarbeitslosen in den Programmgebieten der Sozialen Stadt gefördert. Bis Ende September 2008 wurden insgesamt 48 arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in den Programmgebieten der Sozialen Stadt gefördert.


Lokales Kapital für soziale Zwecke (ausgelaufen)

Das ESF-Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) wurde 2003 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit einer engen Anbindung an die Förderkulisse der Sozialen Stadt aufgelegt. Mit LOS sollten soziale und beschäftigungswirksame Potenziale vor Ort aktiviert werden, die durch zentrale Programme wie die Regelförderung des Europäischen Sozialfonds nicht erreicht werden. Mit Mikroprojekten von bis zu 10.000 EUR wurden lokale Initiativen angeregt und unterstützt. Die Mittel mussten nicht kofinanziert werden. Es standen rund 111,8 Mio. EUR für den Programmzeitraum bis Ende Juni 2008 zur Verfügung.


Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten (ausgelaufen)

Ziel des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für die Jahre 2000-2006 aufgelegten Programms „Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten“ (E&C) war es, Mittel und Aktivitäten zu bündeln, um die Lebensbedingungen und Chancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, den Niedergang von Stadtteilen (und darüber hinaus von ländlichen Regionen) aufzuhalten sowie hier nachhaltige Entwicklungen anzustoßen. Im Zentrum von E&C standen die Entwicklung und Chancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Programmgebieten der Soziale Stadt sowie in strukturschwachen ländlichen Regionen.


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Im Auftrag des BMVBS vertreten durch das BBSR. Zuletzt geändert am 10.10.2011