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soziale stadt - bundestransferstelle

GWA - Eine Chance der sozialen Stadtentwicklung

Die Saat geht auf: ein Wiedererstarken der Gemeinwesenarbeit ist unverkennbar und aktueller denn je. Sozialraumorientierung und Bürgerbeteiligung tauchen als zentrale Elemente in allen bundesweiten Programmen auf. Eine integrierte Stadtteilentwicklung, in der Bürgergruppen, öffentliche und freie Träger der Sozial- und Jugendhilfe, Stadtplanung, Wohnungswirtschaft sowie lokale Ökonomie und Beschäftigungsträger zusammenwirken, bedarf einer Profilierung der Rolle und Aufgaben der Gemeinwesenarbeit in einem bürgerorientierten Quartiers- oder Stadtteilmanagement.

In Projekten wird häufig über "Projektitis" geklagt, weil viele Projekte daran kranken, dass willkürlich Ideen in den Stadtteil verpflanzt werden. Im Rahmen von Bundesprogrammen wie "Soziale Stadt" soll jedoch versucht werden, der gesellschaftlich wahrgenommenen Spaltung der Städte und "überforderten Nachbarschaften" zu begegnen.

Gemeinwesenarbeit trägt aktiv zur Gestaltung einer sozialen Stadtentwicklung bei. Ihre weitere Profilierung als einer der vor Ort handelnden Akteure ist von nöten und schafft die Voraussetzung für das partnerschaftliche Zusammenarbeiten mit an-deren an der Stadtteilentwicklung beteiligten Fachdisziplinen. Gemeinwesenarbeit trägt dazu bei, dass die soziale Dimension in der Stadtteilentwicklung durch BürgerInnenaktivierung, Förderung von Interessenorganisation und -artikulation der BürgerInnen, Vernetzung der Akteure und lokale Beschäftigung ein stärkeres Gewicht erhält. Was das für die Gemeinwesenarbeit vor Ort bedeutet und wie die Umsetzung konkret aussehen kann, soll auf der GWA-Werkstatt erarbeitet werden.

Der Beitrag von Gemeinwesenarbeit zur sozialen Stadtentwicklung wird Thema des Treffens sein:

Die GWA-Werkstatt, der zentrale Ort des Austauschs und der Diskussion aktueller Entwicklungen der Gemeinwesenarbeit, findet zum 11. Mal im Burckhardthaus statt. Im zweijährigen Rhythmus treffen sich in Gelnhausen PraktikerInnen, ForscherInnen und Lehrende aus den Hochschulen.

 
 

Dienstag, 18. September
 
AG 1
Chancen und Bedingungen der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen auf kommunaler Ebene am Beispiel eines Beteiligungsprozesses für Kinder und Jugendliche (Testival)

Am Bespiel des Testivals in Friedrichsthal lässt sich herausarbeiten, wie mit den spezifischen Qualitäten von GWA Ressourcen aktiviert und gebündelt werden können und an nachhaltigem Entwicklungspotential für eine soziale Stadtentwicklung entstehen kann.

Tanja Hauptmann, Bürgerin
Frank Hauch, Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg
Werner Hubertus, Caritas-GWA Friedrichsthal
 
AG 2
Stadtentwicklung durch Sozialarbeit im Wohnungsunternehmen

Praxisbeispiel von Stadtentwicklung als definierte Aufgabe eines Wohnungsunternehmens: Selbstverständnis; Handlungsfelder; Kooperation und damit verbundene Probleme; Finanzierung.
Chancen und Möglichkeiten der freien Träger im Bereich Stadtentwicklung aus der Sicht eines Wohnungsunternehmens. Erarbeitung von Möglichkeiten und Chancen für zukunftsweisende Kooperationen.

Uta Schütte, Wohnsoziale Projekte bei der Ruhr-Lippe Wohnungsgesellschaft mbH, Dortmund
 
AG 3
Stadtteilbezogene Schuldnerberatung als Modell gegen soziale Ausgrenzung

Markus Heijenga, Schuldnerberatung Essen
 
AG 4
GWA und Kriminalprävention: Chancen und Risiken für das Quartier

Heike Binne, Projekt Lüssum Bremen
Christoph Frühwein, Täter-Opfer-Ausgleich Bremen
 
AG 5
Quartiersmanagement, Bürgerbeteiligung und Aktivierung: Stadtteilarbeit in den "neuen" Bundesländern - Beispiele aus Sachsen

Rahmenbedingungen und Perspektiven für Stadtteilarbeit in ostdeutschen Städten; Integrative Stadtentwicklung als gemeinsames Ziel von GWA und Quartiersmanagement.

Jan Zychlinski, Quartiersmanager Leipzig
Manuela Lehnert, Stadtteilprojekt "Hutholz", Chemnitz
 
 
Mittwoch, 19. September 2001
 
AG 6
GWA-Entwicklung im ländlichen Raum (Osten): Aufbau und Entwicklung im Stadtteil

Chantal Munsch, ISS an der TU Dresden.
 
AG 7
GWA im kooperativen Stadtteilmanagement

Dargestellt wird das von der LAG Soziale Brennpunkte Hessen entwickelte Profil von GWA als Quartiersmanagement (Tandem: Stadtplanung und GWA) und die Erfahrungen an konkreten Beispielen. Erfahrungsaustausch mit den TeilnehmerInnen, bei dem vor allem die Frage nach den Bedingungen für nachhaltige Beteiligung und Aktivierung der BewohnerInnen, der konkreten Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und der Entwicklung verbindlicher Kooperationsstrukturen beantwortet werden soll.

Jürgen Maier, LAG Soziale Brennpunkte Hessen
Heike Bülter, Stadtteilbüro Hattersheim
 
AG 8
Lebendige BewohnerInnenversammlungen

In der Arbeitsgruppe werden Faktoren aufgezeigt, die zu gelingenden Versammlungen beitragen können. Zudem wird die Moderation einer turbulenten Bürgerversammlung geübt.

Dr. Maria Lüttringhaus, ISSAB, Uni GH Essen
Stefan Gillich, Burckhardthaus
 
AG 9
Aufbau von selbsttragenden Bewohnerorganisation in der Stadt - wie kann das gehen?

Eine zentrale Zielformulierung des Programms Soziale Stadt ist die Aktivierung der BürgerInnen sowie der Aufbau und die Stärkung von selbsttragenden Bewohnerorganisationen.
Wir möchten am Beispiel unseres professionellen Handelns in Düren Süd-Ost vorstellen, wie dieses Ziel erreicht werden kann und dass dies möglich ist.
In der Arbeitsgruppe werden wir unsere Arbeitsweise vorstellen sowie unsere Erfahrungen und Erfolge als Effekte dieses Ansatzes vermitteln.


Hille Richers, Büro für Gemeinwesenarbeit Düren
Tilman Berger, Büro für Gemeinwesenarbeit Düren

 
 

11. GWA-Werkstatt

Montag, den 17. September 2001
Anreise
15.00 Uhr Tee / Kaffee
15.30 Uhr Begrüßung und Einführung
Stefan Gillich, Burckhardthaus
16.00 Uhr "Globalisierung, Krise des Sozialen und Hoffnung Zivilgesellschaft"
Prof. Dr. Christian Butterwegge, Universität zu Köln
Diskussion im Plenum
18.30 Uhr Abendessen
19.00 Uhr Markt
u.a. Präsentation des Netzwerks "QuarterNet - Stadtteil ans Netz" und der Datenbank "Gemeinwesenarbeit.de"
 
Dienstag, den 18. September 2001
9.00 - 10.00 Uhr Talk-Runde im Foyer
Konkretisierung der Standards von GWA
10.00 - 10.30 Uhr Vorstellung der Arbeitsgruppen 1 - 5
11.00 - 12.30 Uhr Arbeitsgruppen 1 - 5
12.30 - 15.00 Uhr Mittagspause
15.00 - 15.30 Uhr Tee / Kaffee
15.30 - 18.30 Uhr Arbeitsgruppen 1 - 5
 
Mittwoch, den 19. September 2001
9.00 Uhr Vorstellung der Arbeitsgruppen 6 - 9
9.30 - 12.30 Uhr Arbeitsgruppen 6 - 9
12.30 - 15.00 Uhr Mittagspause
14.00 - 15.00 Uhr Für Interessierte:
Vorstellung des Bundesnetzwerks "GWA und Soziale Stadtentwicklung"
15.00 - 15.30 Uhr Tee / Kaffee
15.30 - 17.00 Uhr Arbeitsgruppen 6 - 9
17.00 - 17.45 Uhr 1. Auswertungsrunde der Arbeitsgruppen
17.45 - 18.30 Uhr Der Tagungsbeobachter kommt zu Wort:
Prof. Dr. C.W. Müller
 
Donnerstag, den 20. September 2001
9.00 - 10.30 Uhr 2. Auswertungsrunde der Arbeitsgruppen
10.00 - 10.45 Uhr Diskussion im Plenum
11.00 - 12.30 Uhr Podiumsgespräch:
Was kann GWA zur Sozialen Stadtentwicklung beitragen?
  • DIFU (Deutsches Institut für Urbanistik)
  • BAG Soziale Brennpunkte/Bundesnetzwerk GWA und Soziale Stadtentwicklung (Hartmut Fritz, Caritasverband Frankfurt)
  • PraxisvertreterIn
  • ArbeitsgruppenvertreterIn
  • Wettbewerb Soziale Stadt 2000 (Prof. Dr. C. W. Müller)
Moderation: Dr. Adrian Reinert (Stiftung MITARBEIT)
Abschluss
12.30 Uhr Mittagessen
Abreise

Veranstaltungsort

Burckhardthaus Gelnhausen
Ev. Institut für Jugend-, Kultur- und Sozialarbeit e.V.
Herzbachweg 2
63571 Gelnhausen

Anmeldung

Burckhardthaus - Kursverwaltung:
Sabine Blum
Postfach 1164
63551 Gelnhausen
Telefon: 06051 / 89-212
Fax: 06051 / 89-240
e-mail: blum@ecos.net

Teilnehmergebühr

470,-- DM

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