Noch immer erfolgt die Erbringung sozialer Leistungen in der Bundesrepublik entlang historisch gewachsener Strukturen und Zuständigkeiten. Oftmals arbeiten deshalb verschiedene Organisationen bei der Gestaltung von Leistungen unkoordiniert nebeneinander. Durch den Bezug auf den Sozialraum soll dieses Nebeneinander durch ein Miteinander verschiedener Leistungsformen abgelöst werden.
Um die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in ihrem Umfeld besonders in sozialen Brennpunkten abzudecken und Angebote der Jugendhilfe und sozialer Dienste regional differenziert, zielgerichtet und adressatenorientiert zu erbringen, bedarf es einer langfristig ausgerichteten Planung.
Gerade die Jugendhilfe kann dabei auf lange praktische Erfahrung in der sozialräumlichen Planung ihrer eigenen (Jugendhilfe-) Ressourcen zurückgreifen und so Impulse für strukturübergreifende Planungsprozesse geben, wie sie auch für die Umsetzung des Programms E&C zentral sind.
Ziel der Veranstaltung Sozialräumliche Planung Konzepte, Erfahrungen, Visionen ist es, theoretische Ansätze und Praxiserfahrungen aus der Jugendhilfe aufzugreifen, um darüber ins Gespräch zu kommen, wie der Beitrag der Jugendhilfe für ein Gesamtkonzept sozialräumlicher Planung aussehen könnte.
Bitte melden Sie sich verbindlich per Post, Fax oder eMail bis zum 30. Mai 2001 zur Veranstaltung an. Ein Teilnahmebeitrag für die Tagung fällt nicht an. Die Reise- und Übernachtungskosten müssen Sie bitte selbst tragen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie an der Abendveranstaltung teilnehmen wollen.
Ablauf
Dienstag, 12. Juni 2001
12.30 Uhr
Anreise und Stehkaffee
13.00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Dr. Peter Hansbauer,
Institut für soziale Arbeit e.V.
13.15 Uhr
Planung im Sozialraum Politische Herausforderungen im Rahmen von E&C
Peter Haupt, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Aussprache
15.00 Uhr
Theorie und Praxis sozialräumlicher Planung
Dr. Erwin Jordan, Institut für soziale Arbeit e.V.
Jugend am Rand Jugendliche in benachteiligten Sozialräumen
Franziska Wächter-Scholz,
Dr. Wolfgang Mack,
Deutsches Jugendinstitut München
Aussprache
Moderation: Prof. Dr. Joachim Merchel, Fachhochschule Münster
16.30 Uhr
Pause
17.00 Uhr
Sozialräumliche Planung konkret Unterschiedliche Planungsverständnisse, unterschiedliche Lösungen?
Annegret Bommelmann, Bürgermeisterin und Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Kiel
Dr. Eberhard Mühlich, Institut für Wohnen und Umwelt Darmstadt
Plenumsdiskussion
Moderation: Prof. Ullrich Gintzel, Evangelische Hochschule für Sozialarbeit Dresden
18.30 Uhr
Pause
19.30 Uhr
Abendprogramm Kaltes Büfett
Mittwoch, 13. Juni 2001
09.00 Uhr
Beginn der Foren
Forum 1: Sozialraumbudgets
Restriktive Instrumente technokratischer Steuerung oder hilfreiche Elemente einer lebensweltorientierten Jugendhilfe?
Moderation und Einführung: Dr. Ulrich Bürger
Oliver Herweg, Stadt Stuttgart
Thomas Röttger, Stiftung Linerhaus, Celle
Forum 2: Träger- und Adressatenbeteiligung
Träger- und Adressatenbeteiligung in der sozialraumorientierten Planung
Moderation und Einführung: Prof. Dr. Reinhold Schone, Remi Stork
Christine Lorenz, Stadt Neubrandenburg (angefragt)
Christine Beckmann, Landkreis Verden
Forum 3: Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement und sozialraumorientierte Planung
Moderation und Einführung: Prof. Dr. Joachim Merchel
Dr. Ulrich Wienholt, Amt für Jugend, Hamburg
N.N.
Forum 4: Chancen und Grenzen interkommunaler Vergleiche
Moderation und Einführung: Ilona Heuchel
Rüdiger Jung, Kreis Herzogtum Lauenburg
Hans-Carsten Heymann, Stadt Köln
Eric van Santen, DJI-Projekt Jugendhilfe und sozialer Wandel, München
12.00 Uhr
Mittagspause
13.30 Uhr
Perspektiven sozialraumorientierter Planung
Prof. Dr. Christian Schrapper
Aussprache
15.00 Uhr
Schlußwort
Peter Kupferschmid,
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
16.00 Uhr
Ende