In den traditionellen Arbeitsbereichen der Gemeinwesenarbeit - den klassischen Obdachlosenquartieren - hat durch Sanierung eine weitgehende Integration in die Stadtteile stattgefunden. Diese positive Entwicklung wird begleitet durch Selektionsprozesse, denen zufolge sich ganze Stadtteile durch Arbeitslosigkeit, Armut und Verdichtung sozialer Problemlagen zu neuen sozialen Brennpunkten (zu) entwickeln (drohen). Mittlerweile werden in fast allen Bereichen der Wohnungswirtschaft, der Stadtplanung und -verwaltung, der kommunalen Politik sowie der Arbeitsverwaltung vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen Arbeitsprinzipien und Haltungen thematisiert, die in der GWA eine lange Tradition und einen entsprechend umfangreichen Erfahrungshintergrund haben. Zunehmend wächst die Bedeutung sozialräumlicher Arbeitsansätze für soziale Arbeit in einem Stadtteil.
Für die Gemeinwesenarbeit, die ihre Rolle und Funktion neu bestimmen muss, ergeben sich neben der Neuorientierung - wie der Übernahme einer intermediären Funktion - weitere Qualifikationsprofile. Empowerment, prozess- und kommunikationsorientierte Planung, sektorenübergreifendes und integratives Handeln, Bürgerbeteiligung und Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements stehen u.a. für bereichsübergreifende Themen, die zur Lösung der aktuellen Probleme herangezogen werden.
Ziele:
Vermittlung von Grundlagen- und Methodenwissen für eine sozialraumbezogene soziale Arbeit. Sie sind verbunden mit einer Einführung in die Aufgaben und Arbeitsweisen der Gemeinwesenentwicklung.
Inhalte:
Thema 1. Kursabschnitt: Handlungsfelder und Arbeitsprinzipien
Arbeitsweisen:
Vermittlung und gemeinsame Erarbeitung theoretischer Grundlagen, Arbeit in Kleingruppen, Selbstreflexion und Erfahrungsaustausch, Lernen aus Feedbackschleifen, Übung und Training.
TeilnehmerInnen:
MitarbeiterInnen aus allen Bereichen sozialer Arbeit, der Jugendarbeit und der Verbandarbeit, die ihre Praxis sozialräumlich ausrichten wollen.
Aufbau des Fortbildungsprogramms:
Die Kurse können einzeln oder als Gesamtpaket belegt werden. Über die Teilnahme an einzelnen Kursen wird eine aussagekräftige Bescheinigung ausgestellt. Ein Abschluss-Zertifikat kann aber nur bei Teilnahme an dem gesamten Grundlagenprogramm ausgehändigt werden. Bei der Anmeldung zu den Folgekursen werden TeilnehmerInnen, die das gesamte Grundlagenprogramm belegen, vorrangig behandelt. Die TeilnehmerInnen des Grundlagenprogramms schliessen sich selbstorganisiert - je nach regionaler Nähe - zu kollegialen Beratungsgruppen zwischen den einzelnen Kursen zusammen.
| Kursleitung: | Stefan Gillich Dr. Maria Lüttringhaus, Institut für Stadtteilbezogene soziale Arbeit und Beratung (ISSAB Uni/GH Essen) |
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| Kosten: |
je Kursabschnitt 287,00 Euro ohne Nasszelle / 339,00 Euro mit Nasszelle 154,00 Euro Anmeldegebühr (Diese Gebühren werden mit dem letzten Kurs verrechnet). |
Preisstand: 8/2001