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soziale stadt - bundestransferstelle

Sozialgenossenschaften - Wege zu mehr Beschäftigung, bürgerschaftlichem Engagement und Arbeitsformen der Zukunft

Fachtagung 523/2001
14.09. - 15.09.2001

Haus der Parität
60528 Frankfurt am Main

Sozialgenossenschaften können spannende Modelle für die Zukunft sein. Zu diesem Zweck müssen allerdings auftretende Schwierigkeiten besser bewältigt werden. Hierfür einen Beitrag zu leisten, ist Anliegen der Tagung “Sozialgenossenschaften - Wege zu mehr Beschäftigung, bürgerschaftlichem Engagement und Arbeitsformen der Zukunft”. Die wichtigsten Ziele der Veranstaltung sind:

  1. Einen Überblick über bestehende Beispiele ermöglichen;
  2. Beschäftigungspolitische Alternativen aufzeigen;
  3. Die Diskussion um bürgerschaftliches Engagement bereichern;
  4. Anregungen für genossenschaftliche Initiativen geben;
  5. Politische Unterstützung für genossenschaftliche Lösungen anstoßen.

Wirtschaftlichkeit und sozialpolitisch verantwortliches Handeln müssen sich nicht widersprechen. Das verdeutlicht das breite Spektrum vorhandener Sozialgenossenschaften, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Sie reichen von Unternehmen zur Arbeitsplatzsicherung für benachteiligte Gruppen über Betriebsgenossenschaften, die Tagesstätten für behinderte Kinder oder Schulen führen, bis hin zu neuen Dienstleistungskooperativen im Altenbereich.

Die Bezeichnung eines Teils neuer Genossenschaften als Sozialgenossenschaften verdeutlicht ihren eigenständigen Charakter. Sie werden so genannt, weil Mitglieder, die Beschäftigten oder das Tätigkeitsfeld dem sozialen Sektor zuzuordnen sind. Agieren sie erfolgreich, können sie helfen, zahlreiche Ziele gleichzeitig zu verwirklichen: mehr Arbeitsplätze, bessere soziale oder gesundheitliche Versorgung, attraktives Wohnen für unterversorgte Teilgruppen und selbstbestimmtes Arbeiten.

Eine Auseinandersetzung mit dem Thema soll dazu beitragen, Sozialgenossenschaften zu einem breiteren Durchbruch zu verhelfen. Gleichzeitig besteht so die Chance, ihnen eine Identität bzw. einen eigenständigen Stellenwert innerhalb der Vielfalt genossenschaftlicher Unternehmen in Deutschland zu ermöglichen. Dies lässt sich nur erreichen, wenn es gelingt, den Blick der verengten bundesdeutschen Genossenschaftsdiskussion in Richtung einer offeneren europäischen Denkweise zu lenken.

Zielgruppen der Tagung sind besonders: Sozialgenossenschaften, soziale Verbände und Organisationen, Genossenschaftswissenschaftler, Vertreter der genossenschaftlichen Verbände, Kommunen, Mitglieder des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Mitglieder des Bundesvereins zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V.

Staatsminister Dr. Christoph Zöpel, MdB - Präsident des Bundesvereins zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V.

Programm

Freitag, den 14.09.2001

Einstieg in die konzeptionelle Diskussion

11.00 Uhr

Eröffnung und Begrüßung

11.15 Uhr

Lässt sich die Gemeinwesenökonomie durch Genossenschaften aktivieren? Chancen für Empowerment. Prof. Dr. Susanne Elsen, Fachhochschule für Sozialwesen, München

12.00 Uhr

Ist die Genossenschaft für soziale Einrichtungen eine rechtliche Alternative? Organisatorische Grundlagen, Anwendungsformen, Gründungsschritte, Zukunftschancen. Dr. Burghard Flieger, Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V., Freiburg

13.30 Uhr

Mittagessen

Diskussion praktischer Beispiele und Probleme

14.30 Uhr

Kurzvorstellung der Arbeitsforen

15.00 Uhr

Arbeit in drei Foren mit Kaffeepause um 16.30 Uhr

Forum 1:

Wege zur Beschäftigung: Arbeitslosenselbsthilfegenossenschaften

Input: Gabi Hafner, Freie Hilfe Arbeitslosenzentrum eG, Ludwigsburg / Wolfgang Hindrichs, low-tec Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft in Umwandlungsplanung, Düren / Willy Achter, Stadtteilgenossenschaft Wedding für wohnortnahe Dienstleistungen eG, Berlin

Moderation: Karin Schröder, netz e.V., Bremen

Forum 2:

Genossenschaftliche Eigeninitiative: Soziale Versorgung im Wohnbereich

Input: Maria Ohlig, Stadtteilmanagerin, Wohnungsbaugenossenschaft Am Beutelweg eG, Trier / Horst Frehe, Wohnungsgenossenschaft für Behinderte, Bremen / Norbert Brugger, Aufsichtsratsvorsitzender Genossenschaft für seniorenfreundliches Wohnen eG, Löffingen

Moderation: Dr. Nicole von Göler, Institut für Genossenschaftswesen, Marburg

Forum 3:

Arbeitsformen der Zukunft: Sozialgenossenschaften im Betreungs- und Pflegebereich

Input: Clemens Reichow, Hamburger Assistenzgenossenschaft eG / Margit Johns, Gemeinnütziger Krankenpflegeverein eG, Salzhausen / Rüdiger Reitz, Begleitung in Verlust und Trauerzeiten eG, Köln

Moderation: Martin Link, Paritätisches Bildungswerk BW e.V., Stuttgart

18.30 Uhr

Abendessen

Samstag, den 15.09.2001

Ausblick auf Organisationserfordernisse und Politik

09.00 Uhr

Rainer Schlüter, CECOP, Brüssel

10.15 Uhr

Lässt sich die Gemeinnützigkeit mit der genossenschaftlichen Rechtsform vereinbaren? Anforderungen an die sozialgenossenschaftliche Organisation. Dr. Burchard Bösche, Zentralverband Deutscher Konsumgenossenschaften e.V., Hamburg

11.15 Uhr

Kaffeepause

12.00 Uhr

Welche Rolle spielt die Prüfung für die Sozialgenossen-schaften? Neue Aufgabenfelder für Verbände. RA Stephan J. Bultmann, Schlawien Naab Partnerschaft, Berlin

13.00 Uhr

Mittagessen

14.00 Uhr

Wie ist der rechtliche Rahmen zu gestalten? Überlegungen zur Reform des Genossenschaftsgesetzes. Prof. Dr. Hans-H. Münkner, Institut für Kooperation in Entwicklungsländern, Marburg

15.00 Uhr

Gibt es Möglichkeiten, Sozialgenossenschaften politisch zu stützen? Fördermöglichkeiten und -grenzen gestaltender Politik. Lothar Binding, MdB, Enquete-Kommission “Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements”

16.00 Uhr

Kaffeepause und anschließende Abreise

Das Tagungshaus liegt 10 Minuten vom Hauptbahnhof, bietet 55 Übernachtungsplätze und fasst bis zu 80 Teilnehmende. Arbeitsräume für die Foren stehen zur Verfügung. Der Tagungsbeitrag einschließlich Übernachtung und Verpflegung beträgt 240,00 DM.

Anmeldeschluss: 17. August 2001

Tagungsleitung:

Dr. Burghard Flieger, Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. und Martin Link, Paritätisches Bildungswerk BW e.V.

Inhaltliche Rückfragen an: Dr. Burghard Flieger, Erwinstraße 29, 79102 Freiburg, Tel. +49 (0)761/709023 und Fax: +49 (0)761/709084, E-mail: Genossenschaft@t-online.de

PARITÄTISCHE AKADEMIE gGmbH

Heinrich-Hoffmann-Straße 3

60528 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0)69/6706-231, Fax: -233

e-mail: akademie@paritaet.org

Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V.

Wernerstraße 24, 42653 Solingen

Tel.: +49 (0)212/3837-555, Fax: -556

e-mail: pro-geno@t-online.de

Kooperationspartner:

Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V.

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