in Kooperation mit dem Praunheimer Club
Zielgruppe: Jugendhilfeplaner, Stadtplaner, Kinderbeauftragte, Quartiersmanager und Akteure im Bereich Soziale Stadt
Fachtagung: am 4. und 5. Oktober 2001 in Frankfurt am Main
Die Zukunft des Wohlstands- und Wohlfahrtsstaates ist gefährdet, weil die Deutschen aussterben. Finanzielle Leistungen sind ebenso wenig allein ein Gegenmittel, wie es auch nicht mit der Ausweitung von Betreuungsangeboten getan ist. Die strukturellen Mängel in der Lebenswelt bleiben erhalten, wenn z.B. Eltern ihre Kinder aus Angst nicht mehr allein auf die Straße lassen. Wie müssen die Lebensweltstrukturen aussehen, die Familien im Alltag entlasten, Kinder fördern und den öffentlichen Raum wieder attraktiver machen? Kindern und Jugendlichen aus Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf, muss die Aufmerksamkeit gelten, wenn sie nicht dauerhaft als eine deklassierte Gruppe von einem zukunftsorientierten Leben ausgeschlossen bleiben sollen.
In jüngster Zeit gibt es ernsthafte Ansätze, den Anspruch des KJHG im Hinblick auf die Beteiligung von Kindern im Umfeld umzusetzen. Auch die Förderstrukturen in dem Bereich der Stadterneuerung und im Programm Soziale Stadt betonen die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen. Wie können Kinder spielerisch und kreativ ihre Vorstellungen zur zukünftigen Entwicklung ihres Stadtteiles zum Ausdruck bringen? Wie können solche Beteiligungsprojekte initiiert werden, die sie in ihren Anliegen ernst nehmen und von Nachhaltigkeit geprägt sind? Welche Kooperationsformen und partner braucht es, um Integrationswirkung in einer von individualistischen und pluralistischen Interessen geformten Gesellschaft zu entfalten? Wie lässt sich im Internationalen Jahr der Freiwilligen das vorhandene Potential an Engagement ausschöpfen?
Angesprochen für die Veranstaltung sind insbesondere Berufsgruppen, die sich für die Kinder- und Jugendinteressen stark machen und diese systematisch in die integrierten Stadterneuerungsprogramme umsetzen wollen. Es geht darum, ihre bisherigen Erfahrungen auszutauschen, zu reflektieren und Handlungsstrategien und Kompetenzen als Anwälte oder Mediatoren für Kinderinteressen zu erarbeiten. Ausgangspunkt sind die Kinderinteressen und die Bedeutung der städtischen Lebenswelt. Welche Anforderungsprofile ergeben daraus an die Handlungsfelder? Welche Beteiligungsmethoden und welche Umsetzungsstrategien gibt es, wo kann man Ressourcen erschließen? Die Arbeitsschritte werden konkret und exemplarisch auf Grund von Erfahrungen aus der Praxis mit den entsprechenden Methoden erarbeitet und das eigene Berufsverständnis reflektiert.
Referenten: Peter Apel, Planer, Stadtplaner, Planungsbüro Stadt-Kinder, Dortmund
Jörg Reiner Hoppe, Wissenschaftlicher Referent, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge, Frankfurt am Main
Kosten: Teilnahmebeitrag (inkl. Unterkunft, Verpflegung, Einzelzimmer) DM 220,-.
Anmeldeschluss 15.09.2001
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge
D-60439 Frankfurt am Main
Am Stockborn 1-3
Tel. +49 (0)69/9 58 07-01; Fax -165
Ansprechpartner für nähere Auskünfte ist Herr Hoppe: Tel. +49 (0)69/958 07-503, hoppe@deutscher-verein.de
Internet: www.deutscher-verein.de
E-Mail: Kontakt@deutscher-verein.de
Anmeldeformular, pdf-Dokument, ca. 4,3 kB