Werte und Normenvorstellungen der Professionellen sind häufig handlungsleitend für die Erarbeitung von Lösungswegen in der Jugendhilfe. Nicht selten besteht die Tendenz, sich an Problemen und Defiziten zu orientieren. Vernachlässigt werden oft die Stärken der AdressatInnen und die Ressourcen des sozialen Raums. In den aktuellen Diskussionen der Jugendhilfe - insbesondere im Rahmen der Verwaltungsreform (vgl. KGSt-Bericht 12/1998) - erhalten die Standards Sozialraum- und Ressourcenorientierung große Beachtung. Erst durch den Einbezug der Ressourcen aus dem Umfeld und Sozialraum werden alle Möglichkeiten einer maßgeschneiderten Hilfe ausgeschöpft. Hilfen, die an den vorhandenen Ressourcen angebunden werden und darauf aufbauen, sind mittel- und langfristig wirksamer.
Ziele:
Kenntnis über das Prinzip der Lebenswelt- und Sozialraumorientierung; Bedeutung der Mobilisierung der Ressourcen der AdressatInnen, des Umfeldes, des Sozialraums sowie der Institutionen der Jugendhilfe. Vermittlung von Elementen und Schritten der Gestaltung von Aushandlungsprozessen.
Inhalte:
Arbeitsweisen:
Vermittlung und Erarbeitung theoretischer Grundlagen; Arbeit in Kleingruppen; Selbstreflexion anhand des eigenen Arbeitsbereiches und Erfahrungsaustausch; Gruppenfeedback anhand vorgegebener Evaluationskriterien.
TeilnehmerInnen:
MitarbeiterInnen aus dem Bereich der Jugendhilfe
| Kursleitung: | Stefan Gillich Dr. Maria Lüttringhaus, Institut für Stadtteilbezogene soziale Arbeit und Beratung (ISSAB Uni/GH Essen) |
| Termine: | 18.02. - 22.02.2002 und 09.12. - 13.12.2002 |
| Kosten: | je Kurs 328,- Euro ohne Nasszelle; 380,- Euro mit Nasszelle |
| Die Inhalte der beiden Kurse sind identisch. | |
Kurs-Nr.: 42.IV.02 / 118.IV.02
Stand: 12.09.2001