Bremen: Bremen-Kattenturm, Kattenturm-Mitte
| Strategische Handlungsfelder: | Aktivierung und Beteiligung |
| Inhaltliche Handlungsfelder: | Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Stadtteilkultur, Wohnumfeld und öffentlicher Raum, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen |
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Der Schwerpunkt liegt im inhaltlichen Handlungsfeld. | |
I. AusgangspunkteEiner der vorrangigen Begegnungsorte in der Bremer Geschossbausiedlung Kattenturm ist der Bereich um die Stichnathstraße und die Jasper-Oelrichs-Straße, ein sozialer und kultureller Kreuzungspunkt im Stadtteil. Die Grundschule, zwei Kindergärten, ein Hort, der Spielplatz, das Jugendhaus und die Kirchengemeinde sind hier in enger Nachbarschaft tägliche Aufenthaltsorte vieler Kinder und Jugendlicher. Die beiden Straßen sind zentrale und von vielen Menschen frequentierte Wegeverbindungen vom nördlichen Wohngebiet in das Zentrum und zu den ÖPNV-Haltestellen. BewohnerInnen des Quartiers und MitarbeiterInnen der ansässigen Einrichtungen sind immer wieder erfolgreich bemüht, die unterschiedlichen Bereiche des Areals noch besser nutzbar zu machen und dessen Außenwirkung zu steigern (Spielplatzgestaltung, Sommerbühne, Jugendtreff, Schulhof). Im etwa einen Kilometer entfernten Kulturhaus KATT sind Kultur-, Bildungs-, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen zusammengeschlossen, die ein großes Spektrum gestalterischer Aktivitäten repräsentieren und vielfältige Beratungs- und Bildungsmöglichkeiten bieten. Dabei ist es erklärte Absicht des KATT, nicht nur den Werkstattcharakter des Hauses nach innen zu entwickeln, sondern die eigenen Projekte und Angebote mit dem sozialen und kulturellen Geschehen im Stadtteil zu verknüpfen. II. IdeeZusammen mit BewohnerInnen und den dort ansässigen Einrichtungen beteiligen sich die Einrichtungen des KATT an einem Prozess zur kulturellen Entwicklung und künstlerischen Gestaltung des Bereiches um die Stichnathstraße und die Jasper-Oelrichs-Straße. III. Ziele
IV. Bisherige Ergebnisse
V. Erster Kattenturm - der SpielhügelDer Spielhügel wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Michael Reinker entwickelt und unter der Regie von Stadtgrün Bremen gebaut. Der in seiner Grundfläche nierenförmige Hügel befindet sich auf dem Gelände der Schule Stichnathstraße und ist jederzeit als Spielort für Kinder zugänglich. Er ist ca. 30 m lang und steigt bis zu 4 m Höhe an. Er bietet u. a. einen Wasserspielbereich mit archimedischer Schraube, einen Kletterbereich über Baumstämme, eine Rutsche, verschiedene Sitzgelegenheiten auf Baumstämmen und eingelassenen Autoreifen sowie einen ca. 6 m hohen Kletterturm, an dessen Spitze ein Windspiel angebracht ist. Der Spielhügel ist als erster der drei Kattentürme im Sommer 2000 mit einem großen Fest im Beisein von Frau Luise Scherf eingeweiht worden und wird seitdem von den Kindern Kattenturms als beliebter Spielplatz genutzt. VI. Zweiter Kattenturm - das SchiffDer zweite Kattenturm ist ein Gebäude in Form eines Schiffes, wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Frank Bohlmann und dem Planungsbüro Archidea entwickelt, und von der Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WABEQ) gebaut. Das Schiff steht auf dem Gelände des KTH Stichnathstraße und ist ca.12,5 m lang und 6 m hoch. In seinem Rumpf befindet sich ein großer Raum, der als besonderer Spiel- und Differenzierungsraum vom KTH, aber auch von anderen Gruppen des Quartiers genutzt werden kann. Seine Wände sind durch die Bootsform und die Balkenkonstruktion charakterisiert. Auf dem Oberdeck gibt es einen weiteren kleinen Raum mit großen Fenstern, der als Ruheraum mit Aus- und Überblick gedacht ist. Darüber hinaus ist das gesamte Oberdeck bei schönem Wetter als Spielfläche nutzbar. Im Sommer 2001 wurde das Schiff mit einer Theater- und Musikaktion bei einem großen Fest eingeweiht und von Frau Senatorin Hilde Adolf auf den Namen "Kathy" getauft. VII. Finanzierung der ersten beiden KattentürmeDer Bau der beiden ersten, zusammen etwa 140.000 Euro teuren Kattentürme wurde finanziert aus Mitteln
VIII. AusblickIm Frühjahr 2003 soll der Lichtturm auf dem Gelände der Abrahamgemeinde als letztes Bauwerk im Rahmen des Projektes Kattentürme gebaut werden. Der Vorentwurf des Turmes stammt vom Architekten Martin Sasse. Gebaut werden soll er von der Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WABEQ). Der Turm ist aus roten Ziegeln gemauert und wird von einem Glasaufsatz abgeschlossen, der als Aussichtsplattform genutzt werden kann. Die Höhe des Turmes beträgt insgesamt ca.16 m, der Durchmesser am Boden etwa 5,5 m. An seiner Ostseite führt aus circa 3 m Höhe eine Rutsche aus Edelstahl hinab, die den unteren Teil des Turmes ebenso als alltägliches Spielgerät nutzbar macht wie das mit durchlässigen Öffnungen versehene Sockelgeschoss. Weiteres Merkmal des Turmes soll seine Nutzung als überdimensionale Sonnenuhr sein. In den Mauern befinden sich mehrere Durchbrüche, durch die Sonnenlicht einfällt. Diese Durchbrüche sind verschieden groß und mit unterschiedlich farbigen Glasscheiben versehen. Durch eine entsprechende Gestaltung der Wände im Turminneren können Tages- und Jahreszeiten abgelesen werden. Auch Daten von besonderer Bedeutung (etwa Ostern, Weihnachten, ...), werden dargestellt. In die Außenhülle des Turmes werden Ziegel eingearbeitet, die von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der Gemeinde und aus der Nachbarschaft selbst gestaltet und als "Aktien" erworben werden können. So soll die Identifikation mit dem Bauwerk und dessen Nutzern verstärkt werden. IX. FazitDas Projekt Kattentürme dauert viel länger als anfangs erwartet. Einige der Initiatoren arbeiten mittlerweile an anderen Orten. Die meisten der an den anfänglichen Beteiligungsrunden dabei gewesenen Kinder besuchen längst weiterführende Schulen. Aber selbst denen konnte ihre Mitwirkung etwas bringen. Denn es ging bei den Kattentürmen nie nur um die langfristigen großen Ziele und Bauwerke. Vielmehr gab es immer wieder ergebnisorientierte Zwischenschritte mit eingebauten Erfolgserlebnissen für die jeweils Handelnden. Die Stimmung in diesem Teil des Quartiers hat sich gewandelt. Bei den beteiligten Institutionen und Organisationen hat sich eine deutliche Hinwendung zum Stadtteil vollzogen. Die entstandenen Bauwerke haben das Gesicht Kattenturms verändert und leisten einen Beitrag zur Aufwertung der Wohnsiedlung. Alle Abbildungen zu diesem Beitrag |
![]() Trubel rund um das Schiff ![]() Einweihung des Spielhügels im Sommer 2000 ![]() Archimedische Spirale auf dem Spielhügel ![]() Rutsche auf dem Spielhügel ![]() Skizze vom Lichtturm |
Eberhard Röttgers
Bewohnerinnen / Bewohner, Kinder, Familien, Initiativen / Vereine
nein
Bund-Länder-Programm Soziale Stadt, sonstige Städtebauförderungsmittel, Mittel aus Landesprogrammen, Kommunale Mittel, Stiftungsgelder, Sponsoring / Spenden, sonstige private Mittel
Der Bau der ersten beiden, zusammen etwa 140.000 Euro teuren Kattentürme wurde finanziert aus Mitteln
Literaturhinweise / Zeitungsartikel / Websites
| Projektebene | Gebietsebene | Kommunalebene |
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Herr Eberhard Röttgers Kattenturmer Stadtteilprojekt Gorsemannstr. 26 28277 Bremen Telefon: +49 (0)421/361-16803 Telefax: +49 (0)421/496-16803 E-mail: kattenturmerstadtteilprojekt@afsd.bremen.de WWW: www.bremen-kattenturm.de |
Herr Eberhard Röttgers Kattenturmer Stadtteilprojekt Gorsemannstr. 26 28277 Bremen Telefon: +49 (0)421/361-16803 Telefax: +49 (0)421/496-16803 E-mail: kattenturmerstadtteilprojekt@afsd.bremen.de WWW: www.bremen-kattenturm.de |
Herr Rainer Klapper Freie Hansestadt Bremen Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa Ansgaritorstraße 2 28195 Bremen Telefon: +49 (0)421/361-4025 Telefax: +49 (0)421/361-4033 E-mail: rainer.klapper@bau.bremen.de |
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Stand: 26.11.2002 |